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Birgit Mlynek

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Wenn Eis zur Gefahr wird

Ein Rettungsschlitten wird zum See getragen
Feuerwehr und Wasserwacht stehen auf dem gefrorenen See
Ein Wasserwachtler begibt sich mit dem Rettungsschlitten auf den See
Due gerettete Person wird auf den Rettungsschlitten gezogen
Verschiedene Rettungsmittel stehen auf dem Eis
Ein retter auf dem Weg zu einer Person auf dem Eis
Eine ins Eis eingebrochene Person wwartet auf Rettung
Gruppenbild der Beteiligten

Eisrettungsübung am Förmitzspeicher

Wenn Gewässer zufrieren, wirkt die Oberfläche oft trügerisch sicher. Doch im Ernstfall zählt jede Minute – und jeder Handgriff. Genau darauf bereitete sich die Kreiswasserwacht Hof am 11. Januar 2026 bei einer groß angelegten Eisrettungsübung am Förmitzspeicher bei Schwarzenbach an der Saale vor. Begrüßt werden durften neben den Kreiswasserwachten Selb und Tirschenreuth auch die ortsansässigen Feuerwehren Schwarzenbach/Saale, Hallerstein und Martinlamitz sowie weitere Vertreter des Kreisfeuerwehrverbands.

Rund 40 Einsatzkräfte unter realistischen Winterbedingungen den Ernstfall eines Eisunfalls. Bei Temperaturen um minus zehn Grad boten das tragfähige Eis und die anhaltende Kälte ideale Voraussetzungen für eine praxisnahe Ausbildung.

Um die Szenarien möglichst realistisch darzustellen, begaben sich Darsteller in speziellen Überlebensanzügen ins eiskalte Wasser.

Im Mittelpunkt standen die Übung der Eigensicherung der Einsatzkräfte, der sichere Umgang mit Spezialausrüstung sowie das koordinierte Vorgehen bei der Rettung. Trainiert wurden unterschiedliche Techniken, unter anderem mit Feuerwehrleitern, Ziehböden und weiteren Rettungsmitteln, die je nach Lagebild zum Einsatz kommen können. Ein besonderer Fokus lag auf der Zusammenarbeit zwischen Wasserwacht und Feuerwehr. Gerade bei Einsätzen auf dem Eis ist eine klare Abstimmung entscheidend: Wer sichert, wer rettet, wer koordiniert. Die Übung bot Raum, diese Schnittstellen zu festigen und Abläufe zu überprüfen.

Neben dem Ausbildungsteil nutzte die Kreiswasserwacht Hof die Gelegenheit, auf das richtige Verhalten bei Eisunfällen hinzuweisen: Ruhe bewahren, Abstand halten und sofort den Notruf wählen – denn ungesicherte Hilfe kann schnell selbst zur Gefahr werden.

Die Kreiswasserwacht Hof bedankt sich bei allen beteiligten Wasserwacht-Einheiten, den anwesenden Feuerwehren sowie den regionalen Medien für die Berichterstattung. Die Eisrettungsübung machte deutlich: Rettung auf dem Eis ist komplex, fordernd und riskant – und genau deshalb ist regelmäßige, realitätsnahe Ausbildung unverzichtbar.

Text: Pauline Dobner